I got something to discover …

It’s the world in my own heart

Stranger’s faces, brand new places And the stories about your grace
Take the courage to make a start If we seek, we will find

At the end of the world we will see the truth If you lead me, I will follow you to

Als ich das allererste Mal dieses Lied hörte, dachte ich- ja, wie gut kenne ich denn mein Herz?
Ich hatte eine ziemlich harte Zeit hinter mir, in der mein Herz ganz schön gelitten hatte und ramponiert war. Eine Zeit, in der ich lieber Serien schaute, als Zeit mit mir alleine zu verbringen. Weil ich Angst hatte vor dem, was ich entdecken würde.
Zeit mit Gott? Ja, die verbrachte ich schon, aber ich habe ihn so schnell zugeschwafelt, damit ich nicht höre, was er mir eigentlich sagen möchte. Na ja- und auch zeigen möchte.
Davor hatte ich vermutlich noch mehr Angst, denn es gibt niemanden, der mich besser kennt, als Gott.

Okay, ich hörte also dieses Lied- meinem Bruder sei Dank, dass die CD damals irgendwie in den CD Player im Bad gekommen war und ich dachte- na ja, höre ich halt mal rein.

Wie ein Faustschlag hat mich der erste Satz getroffen. Ich hatte einen unbeschwerten, leichten Text vermutet und da-
I got something to discover…. it´s the world in my own heart.
Das war der Moment, in dem ich begriff- gut, jetzt soll es also sein. Ich verbringe Zeit mit mir alleine und sehe mir manche Sachen an, die in den letzten Monaten so waren.

Bei der Frage nach meinem Herzen kam mir die Frage, wie Gott mich denn sieht.

War ich es wert, mir Gedanken zu machen, wie Gott mich sieht? Wie oft hatte ich in den Jahren nicht auf ihn gehört?

Ich nahm meine Bibel und las:
Jesaja 43, 1-4

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

2 Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.

3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner statt,

4 weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe.
Mich hat es – zerlegt.Meine Fassade der letzten Monate stürzte krachend ein.
Genau davor hatte ich Angst gehabt. Mein potemkinsches Dorf- das war doch alles, was mich gerade trug, um den Alltag zu bewältigen.
Aber-
Was für eine Zusage von einem Gott, der mein Schöpfer ist. Ich, die mit so großer Angst vor dem Blick ins eigene Herz nun doch langsam den Blick wagte, ich solle mich nicht fürchten?
365x steht in der Bibel „Fürchte dich nicht“.
Und ich hatte just eine Stelle gefunden, in der mir (ja, da steht Volk Israel und Jakob… fragt nen Theologen- ich frag auch einen;-)) zusagte, dass ich mich nicht fürchten solle.

In dem Moment begriff ich, dass Jesus meine Angst genauso sah, wie ich. Dass Gott so genau wusste, wie sehr ich Angst hatte, in mein Herz zu hören.
Ich habe dich erlöst.
4 Worte. 1 Seele atmet auf. Es ist doch schon vollbracht, du musst keine Angst haben.
Dein Name ist mir bekannt- ich rufe ihn. Leise, liebevoll.
Die Erkenntnis, dass ich mich vor Gott nicht schämen musste, Angst haben musste oder so ließ den Rest meiner Fassade einbrechen und das erste Mal seit langem hörte ich hin.

Ich lernte an dem Tag viel, viel mehr über Gottes Blick auf mich.
Ich bin wertvoll- dem Schöpfer dieser wunderbaren, schönen und problembehafteten Welt bin ich wichtig und wertvoll.
So wertvoll, dass er ans Kreuz ging.
Er hat meine Angst mit ans Kreuz genommen.
Er will, dass ich zum Vater kommen kann.
Für mich ist ein Mensch und Gott gestorben und er hat den Tod besiegt und ist auferstanden.
Das zu begreifen- ist oft zu viel für mich.
Aber manche Dinge kann ein menschlicher Verstand nicht begreifen. Aber annehmen.

Ich bin wertvoll.
Warum zweifle ich dann immer wieder aufs Neue an meinem Wert?
Will ich sein wie Gott- ohne Makel, ohne Fehler, ohne Angst?
Das geht nicht.
Gott sagt ja nicht- dich habe ich lieb, weil du so perfekt bist.
Gott sagt nicht- dich habe ich lieb, weil du dein Leben so tadellos lebst.

Gott sagt, dass er da ist, wenn die Ströme des Wassers über dir zusammenbrechen und du keine Ahnung hast, wie es weitergehen soll.
Gott sagt, dass er, wenn du durchs Feuer gehst, aufpassen wird, dass dir nichts passiert.
Gott weiß doch schon, dass es wieder Zeiten geben wird, in denen mir das Wasser bis zum Hals steht. Ich mir die Füße verbrenne.
Aber ich bin so wertvoll, dass er da bleibt. Mit ins Wasser geht. Mit durch die Flammen.

Ich glaube, dass die Tatsache, dass gerade Frauen- mich eben eingeschlossen, so oft denken, sie seien es nicht wert, unendlich geliebt zu sein (weil sie zu dick, zu dünn, zu hässlich, zu dumm, zu…) weil wir verlent haben, Gottes Zusagen zuzuhören.

Ich glaube, unsere Herzen kennen die Zusagen.
Aber wir schütten sie lieber zu und suchen die schnelle Lösung.
Das ist glaube ich, nicht Gottes Wunsch für seine wertvollen Menschen.
Ich bin wertvoll.
Wenn es der Schöpfer des Universums sagt, dann fange ich an, mir das jeden Morgen selbst zu sagen. Denn ich bin es . Voller Wert. Er kennt meinen eigentlichen Wert am Besten. Also lasse ich ihn mir von ihm zeigen. Stück für Stück.

If you lead me I will follow you.

 

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Guten Morgen, ihr Lieben.

Es ist ein wunderbarer, stiller neuer Morgen. Wenige Tage vor Weihnachten.
Wie die letzten Tage bei euch waren, weiß ich nicht. Bei mir waren sie angefüllt mit wunderschönen und sehr stressigen Zeiten.

Vor einigen Tagen stand ich in der Küche und sang „Komm oh mein Heiland Jesu Christ, mein Herzenstür dir offen ist“

Ist sie das? Ganz ehrlich.
Nein.
Die Vorweihnachtshektik hat mich 100% erwischt.
Gestern dann fiel mir ein Buch in die Hände, das ich mir vor vielen Monaten ausgeliehen habe. Das Buchzeichen, das ich verwendete zeigt ein Bild eines Astronauten, der am Rand einer Klippe sitzt. Überall ist Feuer, Lava- man weiß es nicht so recht.
Der Astronaut sitzt einfach da. Es sieht aus, als ob er einfach entspannt. Das Feuer betrachtet.
Auf der Karte steht: ANFANGEN AUFZUHÖREN.

Hä? Ja, Anfangen aufzuhören
Womit denn? Mir fällt gerade ein:
… sich zu sorgen
… alles zu planen
… jedem genügen zu wollen.
… sich vom Weihnachtskonsum beeinflussen zu lassen.

Aufhören jedem gerecht zu werden. Es jedem Recht zu machen.
Puh.
Letztes Mal ging es um den Wert eines Menschen und irgendwie geht es auch heute um den Wert eines Menschen. Um DEINEN Wert.
Du hast Gaben und Fähigkeiten bekommen, mit denen du anderen Menschen den Tag heller gestalten kannst. Ja, aber du hast auch Fähigkeiten und Gaben bekommen, die deinen eigenen Tag heller gestalten. Wo deine Seele auftankt. Du charakterlich wächst.
Man muss eine Balance finden zwischen „auf andere Menschen eingehen und Rücksicht nehmen“ und „ist mir alles egal. Ich ziehe mein Lebenskonzept durch“

Wie man das schafft? Vielleicht indem man sich eine Erinnerungskarte /Notiz schreibt.
Ich wurde getsern Abend daran erinnert, dass es an der Zeit ist auf PAUSE zu drücken. Die kalte Winterluft einzuatmen und einfach nur da zu sein. Obwohl viele andere Gedanken an mir zerren.
STOP zu sagen. Das Recht herausnehmen, NEIN zu sagen.
Das verändert deinen Wert. Davon bin ich überzeugt. Wenn du immer und überall erreichbar bist und immer für alle Aufgaben zu haben bist, dann wird das schnell eine Selbstverständlichkeit.
Du bist aber keine Selbstverständlichkeit, sondern eine EINZIGARTIGKEIT.
Probiere heute mal aus, wie es ist, sich 10min zurück zu ziehen.
Nicht erreichbar zu sein.
Etwas nur für dich zu machen.
Drücke die Pause- Taste.
Ich werde das machen. Und bin gespannt, was du machst.
Anfangen- aufzuHÖREN.
Dann öffnet sich deine Herzenstür. Denn der König ist auf dem Weg zu dir.

 

 

Wert-Voll

Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage, was einen Menschen wertvoll macht. Genauer gesagt, was eine Frau wertvoll macht, und warum ich so viele Frauen (mich eingeschlossen) kenne, die so oft an ihrem Wert zweifeln.
Also habe ich mir Gedanken gemacht, Bücher gewälzt, Freundinnen gefragt.
1) Was macht mich- was macht dich wert-voll?
2) Bin ich genug?Der Zweifel am Wert
3) Ich bin´s wert. Lebensweg in der Balance

Heute werde ich nur auf einen Punkt, nämlich die Frage, was dich und mich wertvoll macht, eingehen. Es sind Gedanken, Inspirationen und keine Lebensanweisung, keine Lebensweiheit. Aber vielleicht entdeckst du dich an der einen, oder anderen Stelle wieder.

1) Was macht mich Wert-Voll.
Wenn man das Wort „Wert“ bei google eingibt, werden einem sofort zwei Möglichkeiten angezeigt. a) ein Adjektiv, das den Wert einer Sache beschreibt. b) ein Adjektiv, das so benutzt wird, dass es angibt, ob sich eine Sache lohnt, oder nicht.
Prima, diese beiden Erklärungen lassen sich eigentlich ganz gut verbinden.

Vor vielen Jahren habe ich mich einmal mit Freunden darüber unterhalten, das wir „wandelnde Einfamilienhäuser“ seien. Was wir gemeint haben war, dass unsere Eltern gut und gerne um das Geld, das sie in uns investiert haben, ein weiteres schönes, großes Einfamilienhaus hätten bauen können. Haben sie aber nicht;-) Sie haben in ihre Kinder investiert.
Warum?
Ein Kind „leistet“ in 18Jahren Leben eigentlich absolut nichts, was man ökonomisch verwerten kann. Es kommt auf die Welt, futtert den Eltern die Haare vom Kopf und schreit zu den unmöglichsten Zeiten.
Die Eltern investieren unglaublich viel Liebe, Zeit und Geld und freuen sich meistens auch sehr daran.
Das Kind wird größer, geht in die Schule, braucht Unterstützung, Liebe, Zeit und wieder wird all das investiert.
Warum?
Ein Kind zieht aus, studiert, frisst nun den Eltern noch mehr Geld vom Kopf, erkundet die Welt, das Leben. Die Eltern haben immer noch- auch nachts um drei ein offenes Ohr, fahren durch die halbe Republik, um mit Rat und Tat zur Seite sein zu können, geben den Freiraum, dass sich das Kind aber selbst entfalten kann.
Sie sind da, wenn man sie braucht, unterstützen sichtbar und unsichtbar, ermutigen, fördern und bieten einen Rückzugsort. Sie investieren immer weiter.
Warum?
Die so banale, einfache und gleichzeitig unverständlichste, irrationalste Antwort ist
WEIL SIE LIEBEN.
Vielleicht lebe ich in einer Seifenblase- in meiner eigenen Welt, in der ich das so wahrnehme, aber meine Eltern kämen niemals auf die Idee, auszurechen, was ich sie schon gekostet habe.
Sie lieben.
Ohne eine Leistung zu erwarten.
Ja, sie werden enttäuscht, aber niemals habe ich von ihnen gehört:“ Nein, wenn du das machst, lieben wir dich nicht mehr“.
Da ich als Kind meiner Eltern diese unbedigte, bedingungslose Liebe oft nicht verstehe, gehe ich von dem aus, der meine Eltern, meinen Bruder, meine Freunde, dich und mich bedingungslos liebt.
Jesus Christus.
Niemals hat Gott eine Gegenleistung für seine Liebe gefordert. Er freut sich unglaublich, wenn du „ja“ zu ihm sagst, aber das ist keine Bedingung für seine Liebe.
Als die Sünde anfing zwischen uns Menschen und Gott zu stehen, starb Gott in Jesus Christus einen qualvollen und demütigenden Tod am Kreuz. Er besiegte den Tod, die wohl größte Angst, die wir Menschen kennen.
Warum machte er das?
Weil er uns liebt.
So wenig, wie ich Gottes Liebe begreife, begreife ich es, dass meine Eltern mich mit meinen Stärken und Schwächen unglaublich lieben.
Was mache ich nun, wenn ich nicht weiß, wie ich mit einer Sache umgehen soll, die meine Vorstellungskraft übersteigt?
Ich nehme die Liebe an. Versuche sie weiterzugeben.
Deine Aufgabe für die Woche:
Nimm einen Zettel und schreibe dir auf, was dich wert-voll macht. Wert-voll bedeutet doch, dass du voller Wert bist. Voller Schätze. Gaben. Leben und Liebe.

Schreibe jeden Tag mindestens einen Grund auf, warum du- ja, gerade DU, wertvoll bist.
Du bist es nämlich.

 

Loslaufen- Entscheidungen treffen

Gibt es in deinem Leben etwas, bei dem du absolut abschalten kannst?
Nimm dir mal fünf Minuten und denke darüber nach.

Ich habe zwei Sachen, bei denen ich völlig abschalte.
1) Joggen gehen. Mal am Main, dann durch die Weinberge. Die Strecke ist eigentlich nebensächlich, das Wesentlich ist die Bewegung.
2) Bergsteigen. Stundenlang einen Pfad hinauflaufen, ein Ziel vor Augen, von dem ich manchmal denke, dass ich das nie schaffen werde. Hier ist die Umgebung absolut nicht nebensächlich. Je schöner die Landschaft, je höher die Berge, je weniger Menschen um mich herum, desto schöner ist die Stille um mich herum und in meinem Kopf.

„Völlig abschalten“ Was bedeuet das denn?
Beide Sachen, bei denen ich völlig abschalten kann, erfodern eine Sache von mir.
Ich muss den ersten Schritt gehen und meine Sportschuhe, oder Bergstiefel anziehen.
Beim Joggen ist es einfacher- ich ziehe meine Schuhe an und laufe los. Lasse die anstehenden Aufgaben für eine oder zwei Stunden liegen und laufe los.
Beim Bergsteigen erfordert das alles mehr Vorbereitung, meistens eine lange Anfahrt mit dem Auto und Planung.
Also mache auch ich hier den ersten Schritt.

Vielleicht hast du dir in deinem Alltag schon Veränderung gewünscht- sie muss nicht groß sein. Vielleicht tatsächlich einen Moment, in dem alles klein wird und deine Gedankenkaruselle zum Stillstand kommen. Deine Seele aufatmet.

Ich glaube, dass wir Menschen manchmal zu sehr auf Gottes Wirken und sein Eingreifen in unserem Leben warten. Wir sehnen uns nach Ruhe, ändern aber unseren Alltag nicht. Wir sehnen uns nach Gott. Lassen ihm im Alltag aber kaum Platz.
Ich möchte dich heute ermuntern, einfach mal den ersten Schritt zu gehen. Deine Perspektive auf deine Sicht der Dinge wird sich vermutlich verändern, wenn du einige Schritte gehst. Das Problem, die Sehnsucht, oder Hoffnung bleibt. Aber könnte es nicht sein, dass Gott dir auf dem Weg, auf den du dich machst, begegnet und sich so darüber freut, dass sein Kind den ersten Schritt geht?

Keine Frage, einfach ist es nicht. Wird es nie. Aber ich kann nur sagen, dass es sich schon so manches Mal für mich gelohnt hat, wenn ich trotz Regen, Schnee oder sonstigem (Faulheit inklusive) eigentlich keinen Schritt gehen wollte, und dann eben doch laufen gegangen bin.
Probier es aus!
Geh los!

 

Dein Wille geschehe…

Zwei Monate war dieser Blog auf Sendepause. Es tat gut, offline zu sein und umso mehr freue ich mich, nun wieder neue Gedanken und Erfahrungen mit euch zu teilen.

Es waren zwei turbulente, schöne Monate, in denen ich unglaublich viel gelernt habe.
Über die Welt, meine Mitmenschen und mich selbst. In all dem war Gott dabei- mal mehr, mal weniger offensichtlich.
Vor einiger Zeit habe ich den Satz gehört „Die besten Dinge im Leben bekommt man geschenkt“. Ja, so kann ich den Sommer irgendwie zusammenfassen, auch wenn wirklich Erfahrungen und Dinge dabei waren, die sicherlich keine Geschenke im eigentlichen Sinn waren.
Aber der Titel dieses Blogeintrags lautet ja „dein Wille geschehe“…
Wie also passt das zusammen?
Hier sind drei Gedanken, die euch vielleicht auch zum Nachdenken bringen
1) Dein Wille geschehe…
Es gibt Tage, Wochen und ja, manchmal auch Monate, in denen ich massiv schlucke, wenn ich beim Vater Unser bete „dein Wille geschehe“…
Familie und Freunde können sicherlich eine Charaktereigenschaft von mir benennen, die diesem Satz in die Quere kommt. Ich kann unglaublich stur und dickköpfig sein.
Für mich ist der Satz im Vater Unser die Zündschnur zu Dingen, die ich bewusst abgebe.
Ich bin kein Sprengmeister und kenne auch keinen, aber wenn ich in der Zeitung lese, dass ein altes Gebäude gesprengt wird, dann gibt es immer auch irgendwo eine Zündschnur, die den Dynamit zur Explosion bringt. Gezielt, genau geplant und präzise ausgeführt.
Dein Wille geschehe…
Ich zünde die Schnur an, schaue zu, wie die kleine züngelnde Flamme sich ihren Weg bis zum Dynamit oder so bahnt und… irgendwie hoffe ich, dass die Detonation, die dann folgt, nicht so ist, wie sie sein könnte- laut, staubig und gewiss bleibt kein Stein auf dem anderen.
Wenn ich ehrlich bete, dass Gottes Wille, und nicht meiner geschehen soll, dann gebe ich die Kontrolle ab. Und darin bin ich schlecht.
Das weiß ich.
Das weiß Gott.
In den letzten Monaten habe ich den Satz nicht besonders einfach über die Lippen gebracht und oft dachte ich, dass mein Wille viel besser ist, als Gottes Wille.
Dein Wille geschehe wie im Himmel
Der Himmel ist die Seite unserer Wirklichkeit, die wir nicht sehen. Die wir vielleicht manchmal erahnen. Im Himmel weiß jeder, dass Gottes Wille der Beste ist.
Der Satz- wie im Himmel, so auch auf Erden… erinnert uns, dass Jesus, von dem das Gebet stammt, weiß, dass der Wille seines Vaters, sein eigener Wille, das Beste ist, was einem Menschen passieren kann.
So. Einfach so.
Nein- so einfach ist es nicht. Absolut nicht. Zumindest für mich nicht.
Gott hat doch Sehnsüchte, Gaben, Fähigkeiten und Bestimmung in mich, wie in jeden anderen Menschen gelegt. Soll ich diesen Dingen nicht nachgehen, weil Gottes Wille und mein Wille dann vielleicht auch mal nicht zueinander passen?
Eine sehr gute Freundin zitierte Paulus, der schreibt, dass uns alle Dinge erlaubt seien, aber nicht alle Dinge gut wären. (1.Kor 6,1)
Liegt hierin die Weisheit? Gott hat uns allen einen freien Willen geschenkt. Er möchte, dass wir ihn gebrauchen. Davon bin ich überzeugt. Wenn wir, wenn ich, mit einem offenen Herzen durch die Welt gehe, dann bin ich bereit, mich mit Gottes Willen zu beschäftigen.
Gott will Frieden,
Glaube an den dreieinigen Gott,
Gott will, dass wir unseren Mitmenschen in und mit Liebe begegnen und
Gott will unser Herz. Alles.
Und was gibt er?
ALLES. Seinen Sohn, seine Liebe, seine Vergebung.
Aber er will, dass wir JA zu ihm sagen. Ja, deine Wege sind besser, als meine Wege. Ja, deine Pläne sind besser, als meine Pläne. Ja, ich vertraue dir.
Ja.
Zwei Buchstaben. Ein Wort, ein lebenslanger Kampf mit meiner Sturheit, meinem Stolz und meiner Kurzsichtigkeit.
Ja.
Ich habe in diesem Sommer zu Gott gesagt- dein Wille geschehe, aber bitte vergiss meinen Willen nicht. Den Willen derer, die für die gleiche Sache beten.
Vergiss es nicht.
2) Das Beste im Leben bekommt man geschenkt.
Nachdem ich ja zu Gottes Willen gesagt hatte (keine einmalige Sache, sondern eintagtäglicher Kampf), begannen sich Dinge zu verändern.
Ich wurde mit einem der unglaublichsten Urlaube, die ich vielleicht je hatte, beschenkt.
Letztes Jahr war der Urlaub, den ich mit oben schon erwähnter Freundin gemacht habe,  schon ein sagenhaftes, wunderbares und geniales Geschenk in meinem Traumland USA.
Dieses Jahr war aber der sehr spontane Familienurlaub noch in einer anderen Dimension ein Geschenk.
Hätte man mich zu Beginn des Sommers gefragt, was ich von Gott erwarte, dann wären mir ganz andere Dinge in den Sinn gekommen.
Gut, dass ich tatsächlich einfach nur da war. Gott die Chance hatte, mich zu beschenken und ich nichts mehr zu tun brauchte, als JA zu sagen. Ja, ich vertraue, dass deine Wege und dein Wille geschehen möge.

3) Was hat das Bild mit dem Text zu tun?
Gott sagt niemals irgendwo in der Bibel, dass die Wege und sein Wille mit einem roten Teppich ausgelegt sind.
Gott sagt nicht, dass ein Leben als sein Jünger bequem, einfach und ohne Hindernisse ist.
Genauso ist es im Hochgebirge.
Das Foto ist auf der schönsten und spektakulärsten Tour des Sommers entstanden- wir waren nach dem ersten Wintereinbruch des Jahres auf der Payerhütte, dem Stützpunkt für die Begehung des Ortlers auf dem Normalweg.
Es hatte viel geschneit, der Weg war ganz gut von Schnee und Eis befreit, aber dennoch sehr ausgesetzt und luftig und wer nicht absolut trittsicher und schwindelfrei ist, sollte den schmalen Weg zur Hütte meiden.
Der schmale Weg war felsig, schneebedeckt an manch einer Stelle und auch immer wieder ziemlich steil. Aber er war immer erkennbar, gut markiert und ausgebaut. Aber eben ein Weg im Hochgebirge und kein Weg zum nächsten Supermarkt.
Gott baut Wege. Sie sind aber auch steinig, manchmal von Eis bedeckt, steil, schweißtreibend und vielleicht verzweifelt der ein oder andere auch mal.
Ich verzweifle nicht an dem Weg in den Alpen, aber an Gottes Wegen schon.

Ich möchte dich ermutigen, an Gottes Wegen festzuhalten.
An seinem Willen festzuhalten und darauf zu vertrauen, dass er weiß, was er tut.
„Ja“ zu Gottes Willen zu sagen.
Das ist ein Prozess, der in dir und auch in mir passiert.
Gott ist gnädig und er freut sich, wenn wir immer wieder aufs Neue aus tiefer Überzeugung, oder mit sehr viel Skepsis beten
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.

Von Kleingläubigen, Draufgängern und Zweiflern

Gestern am Sonntag habe ich eine sehr gute Predigt gehört, die mich sicherlich in den Worten, die ich hier benutze, geprägt hat.
Nachhören könnt ihr sie hier

Einer der prägenden Sätze war: Glauben macht nur Sinn, wenn wir ehrlich sind.

Zugegeben, in meiner Gemeinde stehen große Veränderungen an und daher auch die Predigtreihe, die unsere beiden Pastoren als Heldenreise bezeichnen, da wir uns von Helden der Kinoleinwand ( wir waren 14 Jahre im Kino und haben dort Gottesdienste gefeiert) und Helden der Bibel begeistern lassen wollen.

Gestern ging es um einen meiner Helden. Petrus.
Ich habe schon einmal über ihn geschrieben. Damals ging es um sein Leugnen, sein sich wegdrehen, seine Tränen und seine Verzweiflung. Es ging aber auch um seinen weiteren Weg, einen Weg vom Zweifler, Draufgänger zum Kirchenbauer und Gott begeisterten Menschen
Auch heute soll es darum gehen.
Kennst du das Lied „Oceans“ von Hillsong? Da heißt es in einer Zeile “ … and keep my eyes above the waves. When oceans roar my soul will rest in your embrace…“
Jahrelang habe ich an dem Punkt geschwiegen. ich konnte das Lied nicht singen, weil ich in den Stürmen meines Lebens manchmal auch so viel Wasser geschluckt habe, dass ich die Augen nicht über dem Wasser halten konnte.
Ich konnte nicht singen, dass ich- egal was kommt- an Gott festhalte. Das weiß ich nicht.
Ich wünsche es mir, aber wissen- ja wissen, tue ich das nicht.
Nun bin ich einige Jahre älter und seit einiger Zeit singe ich die Zeilen mit.  Mit der Gewissheit, dass ich tatsächlich Gott in den Stürmen nicht verloren habe.
Besser gesagt– er hat mich nicht verloren.

Petrus sitzt mit seinen Freunden gemeinsam in einem Boot. Eben erst hat er gesehen, dass 5 Brote und 2 Fische absolut ausreichend sind, um 5000 Leute und mehr satt zu bekommen. Er ist überwältigt, möchte mit Jesus genau darüber reden. Wie das geht, was er dazu beitragen kann in Zukunft.
Aber Jesus? Ja Jesus hat die Freunde alleine in das Boot gesteckt und gemeint, dass sie vorfahren sollen. Äh… glaubt er nicht, dass es Redebedarf gab? Dass es den gab, glaube ich sicherlich. Also gut, die Männer sind auf dem See Genezareth und reden über das, was sie erlebt haben. Vielleicht fragen sie sich, was als nächstes Wunder passieren wird.
Sie sind erfüllt und glücklich, aber ein starker Gegenwind kommt auf und die Jünger müssen massiv gegen die Wellen ankämpfen.
Gestern habe ich gelernt, dass im Original „dass sie die Wellen gequält haben“ steht. Es ist eine Qual, den Weg, den Jesus gerade zumindest körperlich nicht mit ihnen geht, zu meistern.
Sie kämpfen.
Kennst du das Gefühl, wenn du eine Gottesbegegnung hattest, ein Lied, einen Text, einen Gedanken und dann plötzlich passiert etwas, und deine Gottesbegegnung ist wie weggeblasen? So ähnlich könnte die Stimmung auf dem Boot gewesen sein.
Gestärkt, nicht nur durch das Wunder und die Worte, die Jesus sprach, sondern auch durch Brot und Fisch, gehen die Männer in ihren Alltag- und dann kommt ein Gegenwind.
Das kostet Kraft.
Jesus hat sich zurückgezogen. Er betet. Er tankt Kraft, kommt zu seinem Vater. Das ganze Event hat ihn Kraft gekostet. Er braucht Ruhe.
Im Morgengrauen läuft er auf dem Wasser zu seinen Jüngern.
Also ich diese Stelle das erste Mal las, dachte ich an die Gruselbücher meines Bruders und an Nebel, Schrecken und Angst.
Vielleicht ging es den Freunden ähnlich. Sie halten Jesus für ein Gespenst. Und Jesus?
Na ja, er kennt ja seine Pappenheimer so gut und sagt zuerst „Fürchtet euch nicht. Ich bins“ Er hätte viel mehr Worte sagen können, Erklärungen abgeben können, aber was macht er? Er sagt einfach nur- ich bins.

Petrus- ja, jetzt kommen wir zu meinem Helden: Er ist so begeistert, dass Jesus auf dem Wasser geht, sodass er das auch möchte.
Also sagt Jesus zu ihm, dass er eben auch kommen soll. Und der Draufgänger, der, dessen Mund manchmal schneller ist, als sein Gehirn, der Mann, der der Fels ist, auf dem die ersten Kirchen entstehen, dieser Mann zögert nicht lange, sondern springt aus dem Boot.
Und…
er geht auf dem Wasser. Bis er realisiert, dass er auf dem Wasser geht. Bis er mit seinem begrenzten menschlichen Verstand realisiert- oh das geht ja eigentlich gar nicht.
Dann beginnt er zu sinken.
An der Stelle gefällt mir die Erzählung mit am Besten- denn Jesus reagiert SOFORT.
Er ist sofort an Petrus´Seite und zieht in aus den Wellen. Petrus schreit nach Hilfe. Jesus reagiert sofort.

Ich glaube, dass es Situationen gibt, in denen wir nach Hilfe schreien und tatsächlich etwas so unglaubliches passiert, dass es Gott sein könnte. Aber meistens sind wir ja nicht in Ausnahmesituationen, sondern in unserem komfortablen Alltag.
Aber reagiert Gott vielleicht so oft viel unmittelbarer, als wir wahrhaben wollen?

Auf die Situation der Gemeinde, in die ich gehe, zugeschnitten glaube ich, dass Gott direkter handelt, als wir denken und wahrnehmen.
Wir müssen dieses Handeln nur zulassen. Und das kann sehr schmerzhaft sein, glückerfüllend, langwierig und kräfteraubend.
Aber es lohnt sich.

Ins Private hineingesprochen- ich warte auf Gottes Handeln. Im Moment passiert- meiner Meinung nach- nichts. Aber weiß ich, wie offen ich für Gottes Pläne bin? Sein Handeln?
Ich möchte es sein.
Kein Abenteurheld.
Kein Draufgänger.
Aber ein zweifelnd Gläubiger.
Ein gläubiger Zweifler.
Ein Mensch.

live louder

IMG_2772Kennst du den ICF song „Horizon“?Das ist ein absolut genialer Song, zu dem ich dich heute ermutigen möchte.

Gerade in Zeiten,in denen du an dir und deinen Gaben zweifelst,gehe an die Grenzen und frage dich,ob du sie dir gesetzt hast.Wenn deine Antwort ja ist-dann gehe weiter! Further-where your eyes can’t see

Wo bist du- zwischen Zuversicht und Zweifel

Im letzten Beitrag sprach ich darüber, wie die Natur ein Zugangsort zu Gott für mich ist.
In den Wochen danach habe ich viel über andere Wege, wie ich Gott in meinen Alltag integriere und ihn suche, nachgedacht.
Wie hat eigentlich Jesus, der Sohn Gottes und gleichzeitig Mensch ist, auf der Erde Zugang zum Vater gehabt?
Zwei Beispiele möchte ich aus der Bibel herausgreifen.


1) Jesus zieht sich zurück

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
Bevor diese Stelle im Markusevangelium kommt, hat Jesus viele Menschen geheilt und so, wie es in der Bibel klingt, war das keine Sache von ein paar Stunden, sondern es klingt, als ob Jesus sich die Nacht um die Ohren geschlagen hat und so viele wie möglich geheilt hat. Die Schwiegermutter von Petrus gehörte auch zu denen, die er heilte.
Nun, am nächsten Tag ist er wohl erschöpft, er muss selbst neue Kraft schöpfen, um wieder geben zu können.
Jesus ist eben auch Mensch und Gott kein Getränkeautomat, der kühle Getränke im Hochsommer bereitsstellt.
Ich erwähnte, dass Beziehung mir sehr,sehr wichtig ist.
Aber Beziehung kann ich nur leben, wenn ich eine Beziehung nach oben habe und mich auch zurückziehen kann, um voller Liebe und Kraft, Lebensfreude und Gelassenheit in Beziehungen investieren zu können.

Wo finde ich meist diese Ruhe, den Frieden? In den Bergen.

Das Bild ist im wilden Kaiser entstanden- ich habe es früh am Morgen gemacht, als auf der Hütte noch fast alle schliefen.
Das war ein göttlicher Moment, da ich ehrfurchtsvoll die Berge und Gottes Schöpfung sah und gleichzeitig mit Gott reden konnte. Mit Gott reden ist ein Satz, mit dem manche vielleicht ihre Schwierigkeiten haben. Ich werde da in einem anderen Bloggeintrag mal darauf eingehen.

Beziehung allein nach oben in der Natur ist schön, aber…
als Teil dieser Welt reicht es meiner Seele nicht, wenn sie zwar ständig in Ruhe ist, aber keinen Kontakt zu Mitmenschen hat.
Ich bin ein absoluter Genussmensch. Meist versuche ich mir die Zeit zu nehmen, um zu kochen. Mit frischen Zutaten, keinem Rezept, aber ner groben Vorstellung und viel Kreativität. Das geht meistens gut, manchmal schief.
Vor zwei Jahren war ich einige Tage in Prag und diese Stadt ist ja auch für ihre Kaffeehäuser bekannt.
Als ich nun mit den Leuten, mit denen ich unterwegs war, in ein Kaffeehaus ging, war schnell klar- wir bestellen einfach so viel wie möglich und jeder probiert, was er mag.

Was für ein Fest.
Diese Sahnetorte steht für mich auch für einen Zugangsort zu Gott.

Im Feiern, Leben, unvernünftige Dinge machen, Kind sein und den Augenblick genießen.
Gibt es Momente in deinem Leben, in denen du eben das große Stück Sahnetorte isst, obwohl du weißt, dass es ungesund ist? Gibt es Momente, in denen du 5 zu einer geraden Zahl erklärst und feiern gehst, obwohl eine anstrengende Woche vor dir liegt?

Suche dir Momente, die genau so sind. Feier das Leben- wir haben nur das eine.
Jesus hat das auch getan- wo?
Das Paradebeispiel ist die Hochzeit zu Kanaa- er ist als Gast auf einer Hochzeit und die Gäste möchten noch Wein haben, aber… ja, der Wein ist aus. Der Gastgeber hat zwei Möglichkeiten- entweder er sagt, dass damit die Feier auch vorbei ist, oder er organisiert Nachschub.
JA, er organisiert Nachschub. Indirekt. Denn Maria, Jesu Mutter, macht ihren Sohn darauf aufmerksam, dass kein Wein mehr da ist. Ähm- wie bitte???

 2) Das erste Wunder Jesu´

 Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.
Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.2
Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!
Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter.3
Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand.
Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm.
Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen
und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
11 So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.
12 Danach zog er mit seiner Mutter, seinen Brüdern und seinen Jüngern nach Kafarnaum hinab. Dort blieben sie einige Zeit. (Joh.2, 1-12)

An diese Geschichte anschließend kommt die Tempelsäuberung- Jesus wird so richtig wütend, als er in den Tempel kommt und sieht, wie Händler ihre Waren anbieten, wie Geldwechsler feilschen. Es ist zu laut und auf mich wirkt die Szene, als ob die Menschen nicht wüssten, wann und wo es Zeit ist zu feiern und wann und wo es Zeit ist, still zu sein.

Weißt du, wo und wann es in deinem Leben Zeit ist, aus der Reihe zu tanzen, zu feiern? Weißt du, wann es an der Reihe ist, still zu sein?

Ehrlich gesagt weiß ich es manchmal nicht.

Die Balance zu finden zwischen Ruhe und Feiern ist eine Lebensaufgabe- meiner Meinung nach.

Wo ist in deinem Alltag vielleicht zu viel Ruhe und innere Einkehr?
Wo zu viel Party und Feiern?

7- Wo bist du? Die Tür

Ein langes, wunderschönes Wochenende liegt hinter mir und eine neue Woche liegt vor mir.
Gestern Abend war ich im Abendgottesdienst meiner Gemeinde (www.citychurch.de) und war von der guten „weltlichen“ und geistlichen Stimmung sehr begeistert.
Ihr müsst euch vorstellen, dass da junge Menschen Gottesdienst in einer Jazzkneipe feiern, Bier und Wein, die berühmte Johannisbeerschorle trinken, essen und gute Gespräche über Gott und die Welt führen.
Gestern ging es viel um Mission. Einige Sätze, die mir in Erinnerung geblieben sind, waren diese-
1) Mission beginnt beim Gebet
2) Mission bedeutet: Raus aus der Komfortzone
3) Welches Land/welche Kirche könnte dir Gott aufs Herz legen?

Also ehrlich gesagt- der erste Punkt war ja schon voll meiner 😉 Gebet.
Ich bete zu wenig, zu wenig ausdauernd und ehrlich gesagt auch oft mutlos.
Aber mir liegt Gebet unglaublich auf dem Herzen. Ja, das ist sehr fromm ausgedrückt und mir eigentlich zu „heilig“, aber nennt mir eine andere, gute Redewendung und ich werde sie verwenden;-)

Also Gebet. Gebet ist doch Beziehung, oder? Beziehung zu Gott.

Am Wochenende hat mir eine Freundin, die mich schon (ziemlich) lange und gut kennt, gesagt, dass ich der absolute Beziehungsmensch sei und sie kaum einen kennt, der so beziehungsorientiert sei, wie ich.
Witzig. Denn ich habe vor ein paar Tagen einen Fragebogen ausgefüllt, in dem es um den Zugang zu Gott ging. Den Zugang, der am Besten zu mir passt.
Was kam raus? Ich bin mit deutlichem Abstand ein schöpfungsorientierter Mensch, der den Zugang zu Gott am Besten in der Natur findet.
Wow- ich hatte schon gewusst, dass ich da eine Form des Zugangs zu Gott habe, aber dass das so stark ausgeprägt ist, wusste ich nicht.
Na ja- also worauf ich hinaus will
Jesus fragt Gott am einzigen Punkt seines Lebens, an dem sich Mensch und Gott in Jesus trennen, nämlich am Kreuz, wo Gott sei. Jesus sucht nach einer Tür.
Jesus wählt den direkten Weg. Er fragt Gott, wo er sei.
Jesus wählt die Stille vor dem Sturm-seinem Tod- um zu beten.

Was ist deine Tür zu Gott?
Schreist du manchmal auch: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Glaubst du, dass dein 2 Minutengebet Veränderung bewirkt?

Ich möchte dich heute ermutigen, zu beten. So, als ob du mit deiner Familie oder Freunden redest.
„Vater, hier bin ich. Bist du auch in meinem Alltag?“